Nächster Akt – Medium.com

Daniel Roizer

Kaum habe ich dem Blog ein neues Zuhause gegönnt bei Squarespace, werde ich diesen von dort auch wieder weg, hin zu Medium.com ziehen.

Es gibt viele Gründe, grundsätzlich war ich erst einmal mit Squarespace zufrieden, super tolle Design, responsive und modern. Passt alles, auch das Admin-Interface ist aufgeräumt und sauber. Der Support antwortet immer schnell egal zu welcher Uhrzeit, leider aber nicht immer mit den erwarteten Antworten.

Da ich die Seite ja als reines Blog betreibe, habe ich nach ein paar Wochen bereits bemerkt das Squarespace hier nicht das Maß aller Dinge ist. Denn bloggen wird dort doch im Gegensatz zu anderen Themen ziemlich stiefmütterlich behandelt. Das erste Jahr war allerdings bezahlt, also erst einmal so lassen und in Ruhe Gedanken darüber machen wie es weitergeht.

Ein paar Beispiele: * Markdown Unterstützung ist sehr einfach, Bilder lassen sich nur umständlich und schon garnicht über den Markdown Editor einfügen. Hier muss man jedes Mal erst in den normalen Editor wechseln, das Bild hochladen, den Link kopieren und dann im Markdown Editor einfügen. * Die API für Squarespace 7 wurde soweit eingeschränkt, dass keine anderen Programme damit mehr etwas anfangen können. Man ist also auf die Webseite beschränkt und kann nur dort Artikel/Blog-Posts veröffentlichen. * Die Blog-Post Administration ist bei mehreren Posts bereits nicht mehr einfach zu handhaben. * Meta-Tags und auch Twitter-Cards werden nicht sauber unterstützt. * Ein Bug zum Thema Lokation an Blog-Posts der immer das Squarespace HQ setzt wenn man versehentlich den Lokations-Schalter einschaltet dann aber die Lokation wieder entfernt besteht seit über 8 Monaten. * Alles in Allem kam also die Ernüchterung ziemlich schnell. Im Oktober 2016 würde nun das erste Jahr vollendet sein und die nächste Zahlung steht an. Squarespace will dafür dann $114 sehen, was mir der Service nicht Wert ist bei den oben genannten Einschränkungen.

Die Suche nach einer Alternative ging also vor ein paar Wochen los. Als erste und eigentlich auch fast einzige Alternative stößt man unweigerlich auch Wordpress bzw. Wordpress.com. Ich hatte alle meine Posts auch bereits in einen Wordpress.com Blog importiert — Squarespace bietet hier zumindest einen super Export dafür an — da kam mir die Idee mit Medium. Immer mehr Posts die ich in den letzten Wochen und Monaten gelesen habe waren auf Medium, also damit mal etwas probiert und für gut befunden. Das Medium mittlerweile auch eigene Domains unterstützt und ebenso alle Posts als Export anbietet war ich nicht abgeneigt. Ein Import aus Wordpress heraus existiert ebenfalls für die Posts (alles andere geht nicht).

Gestern Abend also einmal einen Import in eine Medium Publikation gestartet und meine wahnsinnigen 46 Blogposts importiert. Nach kurzer Zeit und editieren einzelner Posts, weil die Formatierung nicht 100% stimmte war auch schon alles vorbei. Nun heißt es noch die Domain renem.net umziehen und dann wird der Blog wohl hier auf Medium beheimatet sein, bis sich wohl wieder etwas anderes findet.