Bye bye Garmin Forerunner

Robust und zuverlässig, die Forerunner 620 von Garmin

Kurz nachdem ich mit dem Laufen begonnen habe ist die Forerunner 620 von Garmin mein ständiger Begleiter gewesen. Da ich ja was die Technik angeht immer für Neues zu haben bin, habe ich mir natürlich die neueren Garmin GPS-Uhren 635 und 735 angesehen. Auch mit einer anderen Uhr aus dem Hause Suunto hatte ich schon kurz « gespielt ».

Nach langer Überlegung habe ich mich dann aber doch gegen eine neue GPS-Uhr entschieden, denn die Daten und Features dieser Uhren hatte ich eigentlich schon am Handgelenk wenn ich keinen Sport machte. Meine gute alte Apple Watch Series 0. Mit den entsprechenden Apps wie iSmoothrun oder auch der Apple-eigenen Trainings-App die mit watchOS 4.0 schon viel aufgezeichnet hat und auch zuverlässig dies auch zuverlässig.

Weshalb also ein neues Gadget für 300-500€ erwerben, wenn dafür auch meine Apple Watch ausreicht. Natürlich werden jetzt einige Argument herbringen weshalb eine dedizierte GPS-Uhr fürs Tracking von Sport besser ist. Für das Laufen und Mountainbiken bei mir, ist dies aber ausreichend.

Da die Series 0 aber mittlerweile ziemlich langsam ist mit watchOS 4.x und die Batterielaufzeit etwas nachgelassen hatte nach immerhin knapp 3 Jahren wurde es Zeit für etwas Neues.

Apple Watch Series 3 Nike+ ausgepackt

Nachdem Apple mit der Series 3 mit Mobilfunk in der Nike+ Edition genau meinen Geschmack getroffen hat, war die Wahl nach dem Modell schnell entschieden.

Seit Mitte Februar nutze ich also nun das neue Modell und bin mehr als zufrieden. Zur Aufzeichnung meiner Aktivitäten nutze ich seit Monaten ausschließlich die Trainings App von Apple die mit der Series 3 auch die zurückgelegten Höhenmeter während einr Aktivität anzeigen kann. Rundenzeiten durch einen Doppel-Tap auf den Bildschirm gehen nun auch ordentlich, hier hat der Series 0 die Power gefehlt und es hat teilweise 2-3 Sekunden gedauert bis diese die neue Runde gestartet hatte. Mit der Series 3 passiet das sofort, so wie es sein soll.

Mein Workflow um die aufgezeichneten Daten die bei mir alle in der Health App gespeichert bleibt der gleiche wie bisher. Ich exportiere einzelne Trainings nach Beendigung manuell1 mit meinem Favoriten der HealthFit App direkt auf iOS zu Strava und als FIT-Datei zu iCloud-Drive. Damit stehen mir dann alle Möglichkeiten offen um das FIT-File zum Beispiel direkt zu Runalyze hochzuladen und dort mit den weiteren Angaben wie Art des Trainings und welche Laufschuhe2 verwendet wurden zu versehen.

Export und Übersicht der Daten in HealthFit

Wer dazu mehr wissen will, zu HealthFit hatte ich bereits einen Artikel verfasst. Dazu werde ich auch noch einmal ein Update schreiben, denn HealthFit kann mittlerweile viel mehr als damals im Artikel.

Brustgurt-Pflicht

Wenn Wert auf die exakte Herzfrequenz gelegt wird, dann kommt man um den Brustgurt nicht herum. Klar wäre es mir auch lieber wenn die Apple Watch direkt am Handgelenk meinen Puls misst und das auch noch genau. Tut sie aber leider nicht, oder besser, nicht wenn ich Laufe. Am Tag ohne Training ist die Aufzeichnis sehr realistisch und auch regelmäßig.

Kaum nutze ich den eingebauten Sensor während eines Laufes und die Herzfrequenz ist 15-25 Schläge/Minute höher. Ein Irrtum meinerseits ist ausgeschlossen, denn mein Tempo bei dem ich Laufe kenn ich schon sehr gut und kann die Herzfrequenz auch ganz gut « fühlen » ob zu hoch oder niedrig.

Hier verwende ich also zum Trainieren weiterhin den zuverlässigen Polar H7 Brustgurt, den ich aber nun direkt mit der Apple Watch via Bluetooth gekoppelt habe. Die Verbindung geht schnell und zeichnet auch zuverlässig auf. Auch hier liest man von den neueren Garmin Modellen das die Messung am Handgelenk einfach nicht genau genug ist und bei einigen Probleme bereitet.

iPhone ist trotzdem dabei

Auch wenn Apple ja in den Spots mit der « Freiheit » wirbt, habe ich mein Telefon meistens doch noch dabei. Das schien tGewohnheit zu sein und hat mich auch bisher nicht gestört. Es kommt aber immer mal wieder vor auf kleinen Runden, wenn ich dran denke, dass ich das Telefon absichtlich zu Hause lasse.

Die Aufzeichnun der Route via GPS ist auch dann sehr genau wenn die Quelle die Uhr und nicht mehr das Telefon ist.

Langzeit-Tests

Sicherlich sind die letzten Monate noch kein wirklicher Langzeittest, ich kann aber schon jetzt sagen, dass ich meine Garmin Forerunner 620 nicht vermisse am Handgelenk. Daten wie Trittfrequenz3, vertikale Laufanalyse oder links/rechts Unterschiede sind für einen Profi-Läufer sicherlich hilfreich und auch ich mag viele Daten, diesen Kompromiss gehe ich aber gern ein.

Die Akku-Laufzeit der Series 3 ist auch in Ordnung, es vergeht selten ein Tag an dem ich Abends – trotz Training – nicht noch mindestens 40% angezeigt bekomme. Sicherlich würde es mit dem eingebauten HR-Sensor weniger sein, der braucht ja auch irgendwie Strom.

Wenn Apple jetzt mal mit Nike wirklich zusammenarbeiten würde, wie es sich für eine Nike+ Edition eigentlich gehört, dann könnte da sicherlich noch viel mehr möglich sein. Außer den Watch-Faces die es nur bei den Nike-Editionen gibt, kann man den Rest der mitgeliefert wird nämlich vergessen, zumindest ist das der Stand mit watchOS 4.2.x.


  1. Ja, absichtlich manuell, dann kann ich entscheiden was wirklich wohin exportiert wird. [return]
  2. Sinnvoll bei mehreren Paar Schuhen um die Kilometer zu zählen und nach z.B. 700-800km mal an ein neues Paar Schuhe zu denken. [return]
  3. Trittfrequenz kann die Apple Watch auch, aber zeichnet dies nicht sekündlich auf, sondern nur alle paar Minuten. Somit ist der Wert in den FIT-Files immer nur ein Mittelwert. iSmoothRun kann das aber genauer. [return]